Cervim - Internationaler Wettbewerb der Bergweine

CervimDer jährlich stattfindende Wettbewerb ist ausschließlich den Weinen aus den Bergen sowie aus schwer zugänglichen Gebieten gewidmet.
Seit 1991 organisiert CERVIM den Internationalen Wettbewerb der Bergweine, um die Weine aufzuwerten und zu prämieren, die in den Bergen oder in Regionen, die durch schwierige orografische Konditionen gekennzeichnet sind, hergestellt werden. Dieser Wettbewerb soll dazu beitragen, die Qualität jener Weine zu verbreiten und hervorzuheben. Außerdem möchte man erreichen, dass die Presse und die große Öffentlichkeit die kulturellen Aspekte des Weinbaus in den Bergen und die Bindung zwischen den Herstellern und dem Territorium kennen und schätzen lernen.

Jeden Sommer versammeln sich im Aostatal spezielle Verkostungskommissionen, bestehend aus Weinbautechnikern, Verkostungsfachleuten und Journalisten der italienischen und ausländischen Fachpresse, um nach den von der OIV (Organisation Internationale de la Vigne et du Vin) festgelegten Kriterien die organoleptischen Qualitäten von hunderten von Weinproben aus der ganzen Welt zu bewerten.

Zugelassene Weine

Der Internationale Weinwettbewerb ist für in Berggegenden, auf kleinen Inseln, an steilen Hängen oder auf Terrassierungen hergestellte Weine gedacht, welche deshalb auch als "heldenhafte Weine" bezeichnet werden.

Am Internationalen Wettbewerb der Bergweine dürfen all jene Weine teilnehmen, die mit Trauben aus Weinbergen, die permanente Strukturschwierigkeiten aufweisen, hergestellt werden. Unter permanenten Strukturschwierigkeiten versteht man z. B.:

  • eine Höhe von über 500 Metern ü.d.M. (mit Ausnahme der Weinberge auf Hochebenen);
  • Bodenneigungen von über 30%
  • Weinberge auf Terrassen oder Bodenstufen;
  • Weinberge der kleinen Inseln.

19. INTERNATIONALER BERGWEINWETTBEWERB

Insgesamt wurden 162 Weine ausgezeichnet. Davon erhielten 3 die Große Goldmedaille, 64 die Goldmedaille und 95 die Silbermedaille. Die Resultate des 19. INTERNATIONALEN BERGWEINWETTBEWERBS, der vom 7. bis 9. Juli dieses Jahres in Courmayeur stattfand, sind bekannt gegeben worden. Es nahmen etwa 530 Weine aus 10 verschiedenen europäischen Ländern daran teil.
Die Verkostungen erfolgten blind, unter strenger Einhaltung der von der OIV (Organisation Internationale de la Vigne et du Vin) vorgegebenen Bestimmungen. Der Generaldirektor der OIV, Federico Castellucci, war bei der Eröffnung der Veranstaltung anwesend, die bedeutende Resultate erzielte: Insgesamt wurden einhundertzweiundsechzig Medaillen vergeben; darunter drei Große Goldmedaillen, für eine Wertung von mehr als 94 Punkten.
Die Zahl der verliehenen Goldmedaillen beläuft sich dagegen auf vierundsechzig, wovon 24 für eine Wertung von mehr als 90,01 Punkten und 40 für eine Wertung von 89,01 bis 90 Punkten vergeben wurden. Schließlich wurden 95 Weine mit der Silbermedaille ausgezeichnet.
Unter Berücksichtigung, dass maximal 30 % der vorgestellten Weine prämiert werden, führte die besondere Vortrefflichkeit derselben dazu, dass die Mindestwertung für den Erhalt einer Auszeichnung von 84 Punkten, wie im Reglement vorgesehen, auf 87 Punkte angehoben werden musste.
“Diese Tatsache hebt die Exklusivität dieses Wettbewerbs hervor, aber vor allem auch das hervorragende Niveau der vorgestellten Weine. Die erzielten Ergebnisse sind auf die Leidenschaft, den Einsatz und die intensive Arbeit, welche die Erzeuger der heldenhaften Weine tagtäglich leisten, zurückzuführen. Die vielen verliehenen Goldmedaillen“, so unterstreicht der Vorsitzende, Roberto Gaudio, „und die hohen Bewertungen, die vergeben wurden, sind ein realer Beweis dafür und gleichzeitig ein Grund, stolz zu sein sowie auch eine optimale Präsentation auf dem Markt“.
Was die Teilnehmerländer betrifft, so war die internationale Vertretung mit 42 % der vorgestellten Weine sehr groß. Darunter war die Rückkehr Österreichs und Luxemburgs sehr willkommen, ebenso wie der absolute Neuling Slowenien. Mit 65 Verkostungsproben war Spanien am stärksten vertreten, gefolgt von Deutschland mit 55 und der Schweiz mit 51 Proben. Weitere Teilnehmerländer waren, in der Reihenfolge: Frankreich, Griechenland, Österreich, Portugal, Slowenien und Luxemburg.
Unter allen Ländern hat sich Deutschland mit 2 Großen Goldmedaillen, 19 Gold- und 5 Silbermedaillen hervorgehoben, gefolgt von der Schweiz mit 5 Gold– und 15 Silbermedaillen, Frankreich mit 4 Gold- und 2 Silbermedaillen sowie Spanien mit 3 Gold- und 7 Silbermedaillen.
Dagegen ist es in Italien das Aostatal, das sich hervorhebt: 100 Weine wurden vorgestellt, und man erhielt 8 Gold- und 14 Silbermedaillen. Es folgen die Regionen Sizilien mit 1 Großen Goldmedaille, 6 Gold- sowie 10 Silbermedaillen und die Lombardei mit 6 Gold- und 11 Silbermedaillen. Weitere Auszeichnungen erhielten die Regionen Trentino (3 Gold- und 9 Silbermedaillen), Venetien (2 Gold- und 7 Silbermedaillen) und schließlich, in der Reihenfolge: Südtirol, Kampanien, Abruzzen und Toskana, Piemont und Kalabrien.
Während der Prämierungsfeier werden außerdem die folgenden Preise verliehen:

- der Gran Premio Cervim 2011 geht an jenen Wein, der die absolut beste Bewertung erhalten hat;

- der Premio Eccellenza wird dem besten Wein eines jeden Teilnehmerlandes, das mit mindestens 8 Weinkellern vertreten war, verliehen;

- den Premio Speciale CERVIM 2011 erhält der Betrieb eines jeden Landes, der das beste Ergebnis erzielt hat, das aus der Summe der höchsten Wertungen von drei in drei verschiedenen Kategorien vorgestellten Weinen berechnet wird, die jeweils eine Mindestwertung von 80 Punkten erhalten haben.

- der Premio CERVIM Futuro 2011 wird jenem Betrieb zugesprochen, in dem der Besitzer oder ein Gesellschafter ein junger Weinbauer im Alter von max. 35 Jahren ist, und dessen Wein die beste Wertung erhalten hat.



(Quelle:CERVIM-Pressebüro)